Donnerstag, 17. Mai 2012

Ain't no stopping us now – Haltlos durch die Nachrichten


 (www.11freunde.de, www.spiegel.de, www.faz.net)

Manchmal gibt es einfach kein Halten mehr, das weiß nicht nur jeder, der schon mal nach 2 Litern Dosenbier im klolosen Reisebus auf der Klassenfahrt nach Prag festsaß oder den Fliegerplatz neben Gerard Depardieu hatte… sondern seit vorgestern auch die Ordnerschaft der Fortuna und seit gestern „Muttis Klügster“ (War wahrscheinlich auch so eine Spielshow mit dem Pilawa…)

…Mannomann war da was los in der schicken ESPRIT arena! Ausgerechnet die Düsseldorfer, die sonst höchstens Ihre Contenance verlieren, wenn auf der Kö ein Unterschichten-Twingo die Einfuhrschneise zum Prada-Store blockiert, stürmen das Feld, als ob Louis Vuitton zum großen Ausverkauf gerufen hat…Dumm nur, dass ein Spiel eben NICHT immer 90 Minuten dauert, sondern manchmal auch 97…und das Hertha in den letzten 2 Minuten noch ein Tor geschossen hätte, daran zweifelt außer Markus Babbel aber nun mal wirklich überhaupt keiner! Drauf und dran war man gerade in Unterzahl den entscheidenden Treffer zu erzielen als der Nobelmob mit wehenden Gucci-Fahnen das Feld gestürmt hat und die Hertha-Spieler in „Todesangst“ versetzt hat, wie sie Christian Lell zuletzt bei Felix Magaths Straftraining in Bayern erlebt hat, oder aber als seine Freundin mit Michael Ballack „ab in den Urlaub“ zur Abtreibungsklinik ins Slowakische „Deutschendorf“ Poprad geflogen ist (Der ARD-Doku-Soap-Pilot: „Klinik unter Polen“ mit irgend einem verbliebenen Wussow kommt Dezember 2012).
Außerdem soll es ja im Anschluss an das Spiel im Kabinengang auch noch zu äußerst unschönen Szenen gekommen sein, so dass sich die Hertha-Profis Kobiaschwili und Co. geradezu genötigt sahen, in Ihrer riesigen Verstörtheit den „Starken“ Mann des Abends mal beim Schlafittchen zu packen, um dem Wolfgang mal ganz sachlich klar zu machen, wie in Berlin-Neukölln so die Uhren ticken…Alles Notwehr!...und auch das Norbert Meier von König Otto mit der alten Streitwaffe des Kopfstoßes niedergestreckt wurde, hält man zumindest beim FC in Kölle für ein fieses Gerücht…
Jedenfalls legt man Protest ein in Berlin – und zwar so energisch, wie die Mannschaft die gesamte Rückrunde nicht mehr gespielt hat! Doch: Alles irregulär! Man ist ja nun wirklich nicht weinerlich oder gar ein schlechter Verlierer, aber so geht´s halt nicht!
…Denn in den letzten Sekunden des Spieles stand schließlich „…nicht mehr der Sport im Vordergrund“…Aha! Das dies jetzt beim Protest auch nicht der Fall ist, sondern sich die Heulsusen Preetz und Co. in sprichwörtlich allerletzter Sekunde aus der Verantwortung für ein grandioses Missmanagement schleichen wollen, ist als These jedenfalls vollkommen haltlos

…Ebenso haltlos, wie die Vorwürfe gegen die Fortuna, dass das Sicherheitskonzept jetzt im Gegensatz zu den Bengalos nicht ganz so der „Burner“ war. Das Fans versuchen würden, das Spielfeld zu stürmen, ist ein noch nie da gewesener Vorgang, mit dem man genauso wenig rechnen konnte, wie mit der Tatsache, dass den Anweisungen „Ach bitte liebe voll- und freudetrunkene Fans wartet doch bitte, bitte noch 2 Minuten mit dem Platzsturm…“  unverschämterweise nicht Folge geleistet werden würde…Das die Aufstiegsfeier vom Samstag erstmal verschoben ist, hat also natürlich nichts damit zu tun, dass man die Buxe voll hat, bezüglich eines Nachholspiels, sondern einzig und allein „verschiedene organisatorische Gründe“ (Der Trainingsanzug von Fortuna-Manager Werner kommt nicht rechzeitig aus der Reinigung; die „Toten Hosen“ spielen „an Tagen wie diesen“ prinzipiell nicht ohne Wochenendzuschlag und die „Längste Theke der Welt“ ist schon für den Dreh von „Coyote Ugly 2“ gebucht)…Alle anderen Behauptungen – und wenigstens da spricht man mit Berlin eine Sprache – sind, Ihr ahnt es schon, vollkommen „haltlos“.

Genauso haltlos wie auch Norbert Röttgen in der CDU. Denn der vermeintliche Rückhalt von der „Mutti“ hat sich im Nachhinein als ganz gemeiner Hinterhalt herausgestellt – Jap, „Die Schwarze Witwe“ hat wieder zugeschlagen! Mensch Nobbi, das hättest Du spätestens seit Hannelores Bekra(e)ftigung  zur „alleinigen Liebe NRW“ wissen können:
„Sei doch schlau, trau keiner Frau!“ - Sie ist aber  auch ein Fuchs die Mutti, oder eben eine „Spinnerin“, also ´ne weibliche Spinne halt…Die lässt Ihre Beute schön zu sich kommen, wiegt sie mit ein paar netten Worten und einem Rostocker Doppelkümmel in Sicherheit und Zack!, ehe man es sich versieht, ist man plötzlich weg vom Fensterplatz im Umweltministerium und durch einen neuen „Alten“ bzw. Altmaier ersetzt, der ab jetzt seine ausgewiesenen ökologischen Kompetenzen ( Sieht aus, wie eine vom aussterben bedrohte Molchart; macht bei der jährlichen Krötenwanderung mit; steht auf Claudia Roth und hat sich schon mal die 100m vom Hauptbahnhof mit dem Fahrradtaxi zum Reichstagsgebäude fahren lassen…) für ein „grünes“ Deutschland einbringen darf.
Angies Kontinuität bei der Energiewende ist jedenfalls genauso wenig sprunghaft wie die Netzspannung beim Solarkraftwerk Bitterfeld und wie ich im Nachgespräch mit the Voice of sympathy Roland Pofalla erfahren habe, kann man in der Union „…Röttgens Fresse nicht mehr sehen!“ und will ihn deshalb mit den ganzen anderen unliebsamen Altlasten irgendwo bei Gorleben „endlagern“…Bei seiner Halbwertszeit juckt es auch nicht weiter, dass es dort im Salzstock suppt wie bei einem „Backfactory“-Becher – Hauptsache er ist irgendwo, wo seine negative Aura nicht weiter auf die Regierung „ausstrahlen“ kann. Jedenfalls musste er weg, bevor die so genannte „Röttgen-Strahlung“ (Kauderwelsch-Sprachführer „Unionskalauer“) zu tiefe Einblicke in die brüchige schwarz-gelbe Politkörperschaft geben konnte.
Ach, der arme Kleine…aber ob er nach seiner grandiosen Liebeserklärung an meine „Wahlheimat“ (Ja, ich habe den Kreuzchengang zur Urne beschritten…) hier noch einmal Asyl bekommen hätte, ist ohnehin äußerst fraglich… wobei ja bei den Asylanträgen der dumme Wähler zu seinem Glück nichts zu entscheiden hat…

Doch, manchmal ist es halt einfach schwer im Leben und dann tut man sich am Besten mit anderen zusammen. Denn wie schon die Bibel, ein zweisamer Besuch der Kunsthalle Bielefeld (Werkschau: Facetten des Rotzes – Vom „Nase rümpfen“ zur modernen Popelkultur) oder Unterstützung beim XXXL-Holzfällerschnitzel in Käse-Rahm Sauce beim Gasthof Waldkater lehren, ist Geteiltes Leid eben Halbes Leid!
Deswegen habe ich nach intensiver Absprache mit Angelika Kallwass folgenden Vorschlag: Ich tue auch weiterhin auf allwissenden Psychoguru, obwohl ich Leben und Quoten selber nicht auf die Reihe kriege und Ihr trefft euch allesamt zum großen „Absteigerfest der Volksmusik“ auf dem neuen Flughafen Berlin-Brandenburg. Die kennen sich da aus mit „Scheiße“ bauen, haben mehr als genug ungenutzten Platz und freuen sich, wenn sich überhaupt mal jemand rührt. Gut, mit der Pyrotechnik müsst Ihr vielleicht ein bisschen aufpassen, wie man hört, gibt es kleinere Probleme mit dem Brandschutz…Aber die Stimmung wird sicher Super! Helene Fischer singt im Glitzerfummel von der Kö „Berlin, Du bist so wunderbar“, Klaus Wowereit relaunched seinen größten Slogan mit „Dumm aber sexy“ und alle stürmen Arm in Arm das Rollfeld! Toll! Da gibt es dann aber echt kein Halten mehr…

 (www.ftd.de)

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